Rumkugerln

…. ohne diese geht ja schon mal kein Weihnachten. Wir lieben sie alle, heute mal ein Rezept von Oma hervorgeholt – gehen fix (und nebenbei nicht naschen).

Zutaten:

250 g ger. Nüsse/Mandeln, 250 ger. Schokolade, 200 g Staubzucker, 2 grooooße Stamperl Rum, beliebiger Streusel.

Zubereitung:

Die Nüsse/Mandeln mit der Schokolade, dem Zucker und dem Rum zu einem glatten Teig verarbeiten (sollte die Masse zu fest sein, noch etwas Rum dazu – ist sie aber zu weich, mengt man noch etwas Nüsse rein). Aus dieser Masse formt man nun kleine, gleichmäßige Kugerln (wenn man vorher viel kostet, werden sie dann nicht mehr so schön ggg), die man entweder im Streusel, Schokoladeflocken oder Kokosflocken wälzt; diese Kugerln legt man sodann in die vorbereiteten Konfektkapseln und läßt sie an einem kühlen, trockenen Ort 2 Tage lang an der Luft trocknen; danach bleiben sie in einer gut verschlossenen Dose etwa 3 Wochen haltbar (haha, wer´s glaubt).

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Post aus meiner Küche, Teil 2, Runde 5

Heute möchte ich euch auch meine Schätze zeigen, die ich bekommen habe. Mein Paket ging diesmal (wie schon einmal ♥) nach Wien, zur lieben Tamara. Und das habe ich von ihr bekommen:

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Natürlich habe ich schon alles (naja, bis auf den Likör, der wird zu Weihnachten geköpft) probiert – sehr sehr lecker:

Lebkuchen-Pralinen

350 g dunkle Schokolade, 150 g Butter, 4 cl Rum, 1 TL Vanillezucker, 1 TL Lebkuchengewürz. Für die Hülle: 100 g Lebkuchenbrösel, 1 EL Rohrzucker.

Butter mit Schokolade schmelzen. Mit den übrigen Zutaten glatt rühren und anschließend kalt stellen. Lebkuchen mit dem Rohrzucker vermischen. Aus der gekühlten Masse Kugeln formen und anschließend in den Bröseln wälzen. Kühl aufbewahren.

Lebkuchenpralinen

Kokos-Kugeln

200 g Kokosette, 230 g weiße Schokolade, 100 ml Kokosmilch, 20 ml Kokoslikör.

Rohr auf 160 ° vorheizen und 100 g Kokosette auf dem Blech verteilen und im Backrohr goldbraun rösten (ca. 7 min.) Auskühlen lassen. Schokolade in Kokosmilch schmelzen und mit dem übrigen Kokosette und Likör vermischen. Masse kalt stellen, dann kleine Kugeln formen und in Kokosette wälzen. Kühl aufbewahren.

Kokoskugeln

Orangen-Nuss-Kugeln

150 g Butter, 200 g ger. Haselnüsse, 200 g Zartbitterschokolade, 200 g Staubzucker, 2 EL Orangenlikör, Schale von einer Orange. Zum Wälzen: 100 g ger. Milchschokolade.

Butter mit der Schokolade schmelzen und mit den übrigen Zutaten zu einer glatten Masse vermischen. Masse zudecken und ca. 1 Std. kühlstellen. Danach kleine Kugeln formen, in der ger. Schokolade wälzen und kühl lagern.

Orangennusskugeln

Lebkuchenlikör

80 g Staubzucker, 1 EL Backkakao, 3 TL Lebkuchengewürz, 200 ml Wodka, 100 g Nutella, 600 ml Schlagobers.

Staubzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Backkakao und dem Lebkuchengewürz vermischen. Wodka unter ständigem Rühren dazufügen, bis eine glatte Masse entsteht. Nutella dazugeben und gut verrühren. Schlagobers aufschlagen (aber nur ein wenig!) und anschließend zu dem Wodkagemisch geben. Kühl aufbewahren.

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Verlosung die 2.

Hallo meine Lieben,

da sich eine Gewinnerin nicht gemeldet hat und eine Gewinnerin aus Deutschland war (was ich leider in der Hitze des Gefechtes vollkommen übersehen habe) habe ich mich entschlossen, nochmals auszulosen. Gestern abend war es soweit. Unverhofft ist noch ein kleines Giveaway dazugekommen. Herzlichen Dank an Kathi von cupcakes.at .

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Hier sind nun die Gewinner:

Nr. 1 hat Cookies – Sie gewinnt Streudekor und Papierförmchen

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Nr. 17 hat Geschmeidige Köstlichkeiten – Sie gewinnt verschiedene Haas-Produkte

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Nr. 48 hat Ernestine Berr – Sie gewinnt ein Backbuch mit einer Sternform

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Gratuliere herzlichst den Gewinnern!

Bitte schickt mir eure Adresse an schirnis.hexenkueche@hotmail.com

Anisettchen

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Zutaten:

250 g weiche Butter, 240 g Staubzucker, 1 Pk. Vanillezucker, 1 Ei, 1 Dotter, 1/2 Fl. Zitronenaroma, 350 g glattes Mehl, 45 g Speisestärke, 1 Prise Salz, etwas Anis

Zubereitung:

Butter, Zucker, Vanillezucker, Ei, Dotter und Aroma gut schaumig rühren. Mehl, Stärke und Salz mischen, über die Buttermasse sieben und unterziehen. Den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle füllen und in weiten Abständen tropfenförmige Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Das Gebäck mit Anis bestreuen und das Backblech in die Mitte des vorgeheizten Rohres schieben.  Bei 190° ca. 10 min. backen.

Tipp:  Ich habe eine Macaronsplatte, hier aufgespritzt werden die Plätzchen alle gleich 🙂

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Husarenkrapferl

So, der zweite Versuch ist schöner geworden. Und diemal habe ich die Krapferl mit selbstgemachter Weihnachtsmarmelade gefüllt.

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Und hier ist das Rezept dazu:

Zutaten:

210 g glattes Mehl, 140 g Butter, 80 g Zucker, 80 g Mandeln (oder Nüsse), 1 Pkg. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 Eidotter, ca. 200 g Marmelade und 2 Bl. Gelatine

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel oder auf eine Arbeitsfläche geben. Von Hand rasch zu einem Mürbteig verarbeiten. Kleine Rollen von 2 bis 3 cm Durchmesser formen. Abgedeckt ca. 2 bis 3 Stunden im Kühlschrank rasten lassen. Kleine Kugerl formen und auf ein vorbereitetes Blech legen. Mit einem bemehlten Kochlöffelstiel eine Vertiefung in die Mitte drücken und im vorgeheizten Backrohr bei 165 bis 175 °C 11 bis 12 Minuten hellbraun backen. Gelatine in Wasser einweichen, ausdrücken und in heißer Marmelade auflösen. Mit einem Spritzsack oder Löffel die heiße Marmelade in die Vertiefung geben und trocknen lassen.

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Weihnachtsverlosung

Bereits vor einiger Zeit habe ich mich dazu entschlossen, auch einmal ein Gewinnspiel zu veranstalten. Es gibt wunderbare Preise zu gewinnen! Die Teilnahmebedingungen sind ganz einfach: Hinterlässt mir hier auf meinem Blog oder auf Facebook einen Kommentar zu dem Thema Backen. Natürlich könnt ihr den Beitrag gerne liken oder teilen – ist aber keine Teilnahmebedingung! Erzählt mir warum ihr so gerne backt und wie ihr dazugekommen seid. Bei mir war es meine Oma – sie war eine leidenschaftliche Hobbybäckerin. Ihre Weihnachtsbäckereien waren in der ganzen Nachbarschaft sehr beliebt. Schon als kleines Kind bin ich immer schon an ihrem Rockzipfel gehangen und wollte unbedingt helfen. Und sie hat mich auch gelassen! So entstand dieses Hobby wirklich schon in frühester Jugend – und jetzt bin ich selbst schon Oma.

Hier möchte ich euch einige Preise vorstellen:

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Gesponsert wurde dieser wunderbare Shopper von der Firma Ed.Haas 

Ist der Shopper nicht traumhaft? – Ihr werdet beim nächsten Einkauf bestimmt die Blicke auf euch ziehen!

 

 

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Diesen Preis gibt es sogar dreimal zu gewinnen! Ebenfalls gesponsert von der Firma Ed.Haas.

 

 Es beinhaltet Dekor-Silberperlen, 3er Pkg. Bourbon-Vanillezucker, 200 g Vollmilch-Kuvertüre, 200 g Weiße  Schokolade , 2 Pkg. Backoblaten,  3er Pkg. Germ, 3er Pkg. Bananenpudding, 3er Pkg. Weinstein-Backpulver, 3er Pkg. Gelantine und einen Backhandschuh. Toll oder? Besucht diese Seite doch auch einmal auf Facebook

                                               

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Diesen Preis hat die Firma Backwelt gesponsert.

Zwei tolle Keksausstecher und einen Gutschein für 2 aktuelle Hefte von Österreichs bester Koch- und Backzeitschrift Koch&Back

 

Weiter geht es mit einige privaten Sponsoren aus meinem Umfeld:

Ein Backbuch mit einer Keramiksternform und ein Waffel- und Muffinsheft mit 10 Silikon-Muffinsformen

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Diese süßen Cupcakes-Anhänger für den Christbaum gibt es auch noch als Preis

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Im Laufe der Woche kommen bestimmt noch einige Preise dazu – soferne ich den Zusagen Glauben schenken darf 🙂

Ich wollte aber nicht warten, sondern die Verlosung und vorallem die Verschickung der Preise sollte unbedingt noch vor Weihnachten vonstatten gehen.

Hier nochmal die Teilnahmebedingungen: Mitmachen kann jeder backbegeisterter Österreicher (ich verschicke nicht ins Ausland). Hinterlasst mir hier oder auf Facebook einen Kommentar warum und wie ihr zum Backen gekommen seid. Liken und Teilen ist erlaubt, aber keine Bedingung um in den Lostopf zu kommen.

Die Verlosung beginnt jetzt,  8. Dezember und endet am Sonntag, 16. Dezember um 12 Uhr mittags. Anschließend werden die Lose vorbereitet und von meiner Tochter gezogen. Soweit es geht werde ich es bildlich festhalten, damit hier nicht der Eindruck entsteht, es wird geschummelt. Bereits am Montag werde ich die Gewinne verschicken.

Vergesst auch bitte nicht bei den Kommentaren Euren Namen dazuzuschreiben und Eure Emailadresse bekanntzugeben, damit ich Euch bei einem eventuellen Gewinn sofort benachrichtigen kann. (Emailadresse auch gerne per persönliche Nachricht).

Kulturgeschichtliche Knabbereien

Kekse oder Knusperchen? cookies-clip-art-4

Sie heißen Afrikaner oder Venezianer, Schwarzäuglein oder Bethmännchen, Eisenbahner oder Husaren, Mischlinge oder Mohrenküsse, Damenkapriezerln oder Figaros, Knusperle, Harlekins oder sonstwie. Gemeinsam ist ihnen lediglich die Jahreszeit, in der sie Kinderherzen höherschlagen lassen – nämlich alle Jahre wieder, wenn das Christkind vor der Tür steht.

Die Rede ist selbstverständlich von der Weihnachtsbäckerei, deren Duft die adventlichen Küchen und Wohnzimmer durchzieht, und die von sorgsamen Mütter geflissentlich versteckt werden, um von neugierigen Kindern mit nicht minderem Einfallsreichtum, letztlich doch noch vor dem Heiligen Abend im Schlafzimmerkasten oder hinter der Dachbodentür gefunden und klammheimlich verkostet zu werden.

Der Ursprung der Weihnachtsbäckerei hat mit jenem alten, abergläubischen Brauch zu tun, dass man in den gefährlichen Raunächten zwischen Weihnachten und Neujahr die bösen Geister der „Wilden Jagd“ vertreiben zu könne, indem man sie mit allerlei süßen Leckerbissen milde stimme (tatsächlich wurden die ins Fenster gestellten Bäckereien jedoch wohl niemals von den Perchten, sondern letztlich dann doch immer von den Kindern oder von Bettlern und Hausierern vernascht). Meist handelte es sich bei diesen Mundbissen für Perchten und Dämonen jedoch nicht um komplizierte Weihnachtsbäckereien, sondern vielmehr um recht simple Formen des Lebkuchens. Die Köstlichkeiten, die heute die Kristallschüsseln ziehren, sind durchwegs in der Biedermeierzeit oder während der Ringstraßenepoche entstanden.

Damals erst wurde der Zucker – früher einer der teuersten Lebensmittel der Welt – nämlich allgemein erschwinglich, weil er industriell aus der billigen Zuckerrübe gewonnen werden konnte. Zuvor hatte man dafür den teuren Rohrzucker aus Übersee importieren müssen.

Kleine Honigkuchen kannte man indessen schon im alten Ägypten. Auch die Inder formten handliche Bissen aus Nougat und Marzipan bereits um 3000 v. Chr. Was wir heute hingegen als Kekse bezeichnen, hat seinen – damals allerdings noch ungesüßten – Ursprung im alten Rom, wo im dritten vorchristlichen Jahrhundert das sogenannte Waffelbiskuit entstand. Seinen Namen „biscoctus“ verdankte es der Tatsache, dass es zweimal gebacken wurde und dadurch haltbar und knusprig wurde. Gegessen wurden die crossen Bissen jedoch als ungesüßtes Gebäck, vorallem zum Wein, in welchen man sie häufig auch eintauchte. Ihren zuckersüßen Charakter verdanken die Kekse dem Vernehmen nach erst den Niederländern, die die kleinen getrockneten Kuchen nicht nur als haltbare Seemannsnahrung zu schätzen wussten – nicht zuletzt für jene Matrosen, die auf ihren Schonern auch das Zuckerrohr von fernen Sklaveninseln heimbrachten. Außerdem spielten Kekse auch bei niederländischen Bauernhochzeiten  eine fast schon rituelle Rolle. Jeder der Gäste musste dort nämlich sein mitgebrachtes „koekje“ auf einen großen Haufen legen, aus dem sich – in vielen übereinandergelegten Schichten – schlussendlich die Hochzeitstorte zusammensetzte. Mit diesem Brauchtum gelangten die „koekje“, so will es die Überlieferung weiter wissen, schließlich auch über den Ärmelkanal und wurden von den Briten kurzerhand in „cookies“ oder „cakes“ umbenannt.

Das deutsche Wort Keks war damals allerdings noch nicht einmal geboren. Es enstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Modewort“ und war nichts anderes als ein eingedeutschtes „cakes“, um das allerdings in weiterer Folge eine erbitterte Fehde zwischen Hermann Bahlsen, dem Besitzer einer der ersten „Cakes & Biscuits-Fabriken“ Europas und fanatischen Deutschtümlern entfachte. Als Bahlsen nämlich darauf drängte, dass das zunehmend in den deutschen Sprachgebrauch Eingang findende Wort „Keks“ auch in den Duden aufgenommen würde, legte sich die deutschnationale „Sprachpolizei“ quer und veranstaltete sogar eine Wettbewerb, wer den besten deutschsprachigen Ersatz für das ungeliebte Lehnwort aus dem Englisch fände. Aus zahllosen Einsendungen wurde damals der etwas verkrampfte Ausdruck „Knusperchen“ ausgewählt – und es kostete Herrn Bahlsen einen mehrjährigen Kampf gegen die deutschtümelnde Lobby, bis 1915 endgültig das Wörtchen „Keks“ von der Duden-Kommission aufgenommen wurde.

Bewährt hat es sich seither im wahrsten Sinn des Wortes auf das Süßeste. Oder können Sie sich vorstellen, dass Sie Ihren Kindern und Verwandten am Heiligen Abend anstatt Weihnachtskeksen   „Weihnachtsknusperchen“   anböten?baking-cookies-clipart

Quelle: Gusto 12/97