Ein Kochbuch auf Reisen

Anfang des Jahres hatte die liebe Elisabeth von LaGusterina eine tolle Idee. Ein Wanderbuch – ich war total begeistert und musste einfach daran teilnehmen. Seit Februar 2013 ist es nun schon unterwegs – diese Woche zeige ich euch meinen Beitrag.

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Ich habe mich als Vorspeise für die Toskanische Kartoffelsuppe entschieden – Kartoffeln und Gemüse gehören fast täglich zu meinem Speiseplan.

Hier ist das Rezept, es reicht für 4 Personen

Toskanische Kartoffelsuppe – Zuppa alla toscana

Zutaten:

1 Zwiebel, 3 EL Olivenöl, 3 Karotten, 3 Standen Staudensellerie, 3 mittelgroße Kartoffeln, 3 Tomaten, 1l Gemüsebrühe, 1/2 Bund Basilikum, 4 EL fein gehackte Petersilie, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 2 Scheiben Weißbrot, 1 Knoblauchzehe, 2-3 EL Olivenöl.

Zubereitung:

Zwiebel schälen, fein hacken und im heißen Olivenöl glasig dünsten. Die Karotten und den Staudensellerie in dünne Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Die Tomaten ebenfalls würfeln. Das Gemüse zur Zwiebel in den Topf geben und mit der Gemüsebrühe übergießen. Die Suppe zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und das Gemüse in etwa 30 Minuten sehr weich kochen. Den Topf vom Herd nehmen und das Gemüse mit dem Pürierstab gründlich pürieren. Die Suppe durch ein Sieb passieren und zurück auf den Herd geben. Das Basilikum kurze abbrausen und fein hacken. Zusammen mit der Petersilie zur Suppe geben und die Suppe nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen. Danach mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden. Die Pfanne kräftig mit der halbierten Knoblauchzehe ausreiben. Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin goldbraun braten. Suppe auf die Suppenteller verteilen und mit dem Brotwürfel bestreuen.

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Zum Hauptgang gab es natürlich Nudeln – die mögen wir in allen Varianten und da passte es genau, dass ich noch einiges an Mangold im Garten hatte:

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Spiralnudeln mit Mangold – Fussili con bietole

Zutaten:

1/2 kg Spiralnudeln, Meersalz, ca. 600 g Mangold, 1 große rote Zwiebel, 80 g Walnusskerne, 3-4 EL Olivenöl, 1 EL fein gehackter Rosmarin, 1 EL Weißweinessig, 2-3 MSP gem. Muskatnuss, 2-3 MSP gem. Peeronicino oder Chilischoten, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer.

Zubereitung:

Die Spiralnudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen, In einem Durchschlag gießen, abtropfen lassen und zurück in den Topf geben. Mit aufgelegtem Deckel warm halten. Den Mangold gründlich waschen, gut abtropfen lassen, dann in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Walnusskerne grob hacken. Das Olivenöl in einer hochwandigen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Den Mangold hinzufügen und so lange unter häufigen Rühren schmoren, bis er in sich zusammenfällt. Der Mangold sollte zu dem Zeitpunkt noch etwas Biss haben. Die Walnusskerne, den Rosmarin, den Weißweinessig, die gemahlene Muskatnuss und den Peperoncino dazugeben und alles 2-3 Minuten schmoren. Danach die Nudeln mit dem Mangold mischen und herzhaft mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Als Nachspeise gab es, passend zur Herbstzeit, einen Apfelkuchen

Apfelkuchen – Torta di mele

Zutaten:

Für den Teig: 120 g weiche Margarine, 100 g Roh-Rohrzucker, 250 g Dinkelmehl, 1 MSP Meersalz, 2 TL Backpulver 60 ml Reis- oder Mandelmilch, Margarine für die Springform. Für die Fülle: 4 EL gem. Mandeln, 3 mittelgroße Äpfel, 3-4 MSP gem. Zimt, 4 EL Marillenmarmelade.

Zubereitung:

Die Margarine mit dem Zucker schaumig rühren. Das Dinkelmehl mit dem Salz und dem Backpulver vermischen. Das Mehl unter das Margarine-Zucker-Gemisch rühren. Dann nach und nach unter weiterem Rühren die Reismilch hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Eine gut gefettete und bebröselte Springform mit dem Teig auskleiden, dabei einen etwa 3 cm hohen Rand ausformen. Den Teigboden mit den gemahlenen Mandeln bestreuen. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünnen Spalten schneiden. Die Apfelspalten auf dem Teigboden verteilen und mit dem Zimt überstäuben. Den Apfelkuchen bei 180 ° im Backofen etwa 40 Minuten backen. Die Marillenmarmelade in einem kleinen Topf erwärmen, dann den heißen Kuchen damit bestreichen. Den Kuchen vor dem Servieren auskühlen lassen, dann mit süßer Mandelsahne servieren.

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Die Mandelmilch hat Elisabeth von waselisabethgekochthat schon gemacht, hier findet ihr auch das Rezept. Für die süße Mandelsahne fügt Ihr noch folgendes hinzu: 2-3 EL Staubzucker, 1 MSP gem. Zimt oder 2 MSP Vanillemark

Mein Fazit zu den Rezepten: Die Kartoffelsuppe war grandios – hat sogar meiner 15jährigen Tochter geschmeckt, das heisst schon mal was 😉 Die Hauptspeise war mein persönliches Highlight, sehr würzig und schmackhaft. Der Apfelkuchen war mir persönlich zu trocken, das nächste Mal werden die Äpfelscheiben vorher karamellisiert.

Vleischbällchen

Nicht nur aus Tofu kann man Bällchen zaubern, das gelingt auch sehr gut mit Linsen. Schon zu Omas Zeiten wurde viel mit Linsen herumexperimentiert, denn wer konnte sich in der Nachkriegszeit schon wirklich Fleisch leisten. Ich habe die Linsen am Vortag eingeweicht und dann einige Minuten mit ganz wenig Wasser gedünstet. Als schnelle Variante kann man natürlich auch Linsen aus der Dose nehmen.

Zutaten:

150 g Linsen, etwas Tomatenmark, 3 EL Dinkelmehl, 3 EL Wasser (oder Gemüsebrühe), 3 EL Sojasauce, 1 EL Öl, Oregano, Pfeffer, Salz, Semmelbrösel,  2 Knoblauchzehen, 1 Jungzwiebel.

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Zubereitung:

Die Knoblauchzehen und den Jungzwiebel hacken und mixen. Die Linsen pürieren und alles zusammen mit den anderen Zutaten  zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten und abschmecken. Bällchen formen und in einer Pfanne kurz anbraten. Dann die Vleischbällchen auf ein Backblech geben und für ca. 15 min bei 180 ° in den Backofen geben.

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Mit Sojasahne, Suppenwürze (Rezept für die Würze gibt es HIER ) und Brokkoli habe ich dann eine leckere Sauce gezaubert und serviert wurde das Ganze mit bunten Spaghetti.

Steffi kocht – mit KochAbo.at

Vor einigen Wochen bekam ich ein nettes Email von KochAbo.at ob ich Lust hatte, die Kochbox einmal auszuprobieren und darüber zu berichten. Natürlich wollte ich – ich war ja schon länger daran interessiert, leider liege ich (noch) nicht im Lieferbereich. Das sollte aber kein Hindernis sein – schließlich habe ich eine Tochter in Graz, die gerne und gut kocht 😉

Diesen Montag war es nun soweit – die Kochbox wurde abends angeliefert und Steffi legte gleich los. Die Box beeinhaltet 3 Mahlzeiten für je 2 Personen, Classic oder Veggie. Aber gleich vorweg – es hätte locker auch für 3-4 Personen gereicht!

Möchtet Ihr die Kochabobox auch einmal ausprobieren? Wenn Ihr bei Eurer Bestellung den Code F3Q7XV eingebt, dann bekommt Ihr eine € 10,- Gutschrift.

Am ersten Tag gab es klassisch Wiener Schnitzerl mit Petersilienkartoffel. Verfeinert wurden die Panade mit Kürbiskernen.

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Am zweiten Tag gab es etwas sehr köstliches (besonders für mich als Vegetarier) nämlich Reislaibchen mit Radieschen-Topfendip. Auch hier wären mehr als 2 Personen satt geworden! Bei den Reislaibchen musste Steffi allerdings mehr Brösel und etwas Mehl dazugeben, da die ersten Laibchen lt. Rezept auseinandergefallen sind.

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Am dritten und letzten Tag gab es gegrilltes Hühnchen auf warmem Kichererbsen-Minzesalat …. mmmmhhh klingt vielversprechend. Mit der Minze ist meine Tochter sehr sparsam umgegangen – dieses Kräutlein ist nicht so ihr Geschmack.  Und die Kichererbsen waren eine Spur zu prägnant. Von den Portionen her wieder sehr großzügig berechnet.

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Also ehrlich gesagt, sogar aus der Ferne aus war ich begeistert – ich kann nur hoffen, das ich bald ins Liefergebiet Murtal falle. Und falls der Eine oder Andere neugierig geworden ist, hier gibt es jede Menge Informationen!

Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich der lieben Mitarbeiterin von KochAbo.at, Frau Daria Kucher aussprechen.

Hier könnt ihr die Rezepte nachlesen, Rezepte Woche 20

 

Zucchini-Kraut-Strudel

Wir haben ja Fastenzeit – daher wird etwas weniger gebacken. Mir fällt es ja bekanntlich sehr schwer auf Schokolade zu verzichten, aber ein paar Tage habe ich es schon geschafft 😉

Ich liebe ja Strudel in allen Variationen – heute mal pikant. Hier ist das Rezept vom Strudelteig

Für die Fülle: 1/2 Krautkopf, 1 Zucchini und 1 Möhre. Alles grob raspeln und mit Kräutersalz würzen.

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Steirische Kürbiscremesuppe

Zutaten:

1/2 kg Kürbis (Hokkaido), 1 Zwiebel gehackt, 1-2 Knoblauchzehen gehackt, etwas Öl oder Butter, ca. 1/2 l Gemüsesuppe, Salz, Pfeffer, geh. Petersilie, Muskatnuss, 150 ml Schlagobers

Zubereitung:

Den Kürbis in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch in Öl/Butter anschwitzen. Den würfelig geschnittenen Kürbis dazugeben, kurz rösten und mit der Suppe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und evt. etwas geh. Petersilie würzen und köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich ist, das Schlagobers hinzugeben und im Mixer pürieren und abschmecken. Auf einem Suppenteller oder einem ausgehöhlten Kürbis servieren, mit etwas Kürbiskernöl beträufeln und ein paar geröstete Kürbiskerne darüberstreuen.

p.s. Wenn Ihr auf dem Foto kein Kürbiskernöl und keine Kürbiskerne findet, liegt dies an mir – ich mag absolut kein Kernöl, dh. ich bin nur zu 99 % eine waschechte Steirerin ♥